Wohnen

Fulda-Maberzell

Tagesstruktur

Hilfesuchende im Bereich Wohnen, die schon Unterstützung durch das ambulante "Betreute Wohnen" erfahren, können soweit diese Hilfe alleine nicht ausreicht, ebenfalls ergänzende Hilfe durch unsere wohnheiminterne Tagesstruktur erfahren, sofern dadurch ein Anwachsen des Hilfebedarfs verhindert werden kann.
Vorrangiges Ziel unserer Arbeit ist es eine Trennung vom Alltag zu ermöglichen, ihnen eine Untergliederung des Tagesablaufes in Zeiten der Beschäftigung, der Erholung und der Entspannung zu geben. Hierbei geht es nicht um eine beliebige Strukturierung des Tagesablaufes, sondern im Mittelpunkt steht eine Teilhabe an gesellschaftlich relevanten und üblichen Tätigkeiten, die persönlich als sinnvoll erlebte Beschäftigung gesehen werden. Außerdem dient die Maßnahme als Hinführung zur Beschäftigung außer Haus, mit dem Förderziel, Trennung von Wohnen und Arbeit zu realisieren. Hierbei ist insbesondere je nach Alter, Eignung und Erkrankung an eine Beschäftigung in einer WfB oder auf dem freien Arbeitsmarkt gedacht.
 

Es finden täglich ein bis zwei Gruppenangebote in folgenden Bereichen statt:

    • Kochen
    • Garten
    • Arbeiten mit Holz
    • Basteln
    • Musik / Bewegung
    • Schwimmen
    • Autogenes Training / Entspannung
    • Umgang mit Medien / Video, TV, PC
    • Kognitives Training / Gedächtnistraining
 
Die Inhalte der Gruppenangebote können in Art und Dauer variieren bzw. werden mit den Bewohnern gestaltet. Bei der Durchführung werden folgende Hilfebedarfsbereiche berücksichtigt:
 

Ausführen von Aufgaben und Vorhaben:

    • Planung und Vorbereitung von Aufgaben und Vorhaben
    • Örtliche Orientierung
    • Praktische Durchführung von Aufgaben / Vorhaben
    • Gestaltung freier Zeit / Pausen
 

Soziale Bezüge:

    • Kontakt zu Kollegen, Mitklienten und Mitarbeitern im Beschäftigungs-
      oder Arbeitsbereich
    • Kooperation
    • Vermeiden und Bewältigen von Konflikten
    • Vermeiden fremdgefährdender Verhaltensweisen
    • Interessenvertretung
    • Kontakte im Außenverhältnis
 

Mobilität:

    • Mobilität innerhalb des Betätigungsbereichs
    • Mobilität zwischen Betätigungsbereich und anderen
      Lebensbereichen (Wohnen, Öffentlichkeit)
 

Entwickeln von Perspektiven in der Tagesstrukturierung:

    • Motivation zur Aufrechterhaltung bestehender oder Erschließung
      neuer Betätigungsbereiche
    • Realitätsbezug
    • Umgang in individuellen Krisen
    • Selbstvertrauen
    • Kompetenzentwicklung
 

Kommunikation

    • Kompensation von Sinnesbeeinträchtigungen
    • Sprachliche und nichtsprachliche aktive und passive Verständigung
 

Selbstversorgung

    • Ernährung
    • Bekleidung
    • Körperpflege / Hygiene
 

Gesundheitsvorsorge / -fürsorge

    • Prävention von und Umgang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen
    • Sorge um die eigene Sicherheit
    • Vermeidung selbstschädigender Verhaltensweisen
 
Aus den oben aufgelisteten Hilfen wird mit den Bewohnern ein individueller Hilfeplan erstellt, deren Zielsetzungen in regelmäßigen Abständen in Einzelgesprächen überprüft werden.